Stürmische Zeiten
Nach ein paar wunderbaren Sonnentagen fing es gegen Ende letzter Woche zu regnen und stürmen an. Als wir dann bemerkten, dass dieses Rauschen im Hintergrund das Meer war, wussten wir, dass es da unten wohl hoch her gehen musste. Normalerweise hört man die Wellen schon auf der Uferstraße nicht mehr, und unser Haus steht einige Reihen vom Strand entfernt. Abends war Dominik noch einmal im Dunkeln mit Stella im Tragetuch spazieren damit sie schlafen kann, da erzählte er mir schon, dass das Wasser bis zur Mauer kam. Am nächsten Tag war dann strahlender Sonnenschein, aber das Meer immer noch sehr wild. Die Steine auf der Straße sprachen deutlich davon, dass die Wellen Nachts über die Mauer geschlagen haben müssen.
Allmählich hört man das Meer nicht mehr von unserem Haus aus rauschen, es beruhigt sich wieder.
Soweit wir das beurteilen konnten sind bei der wilden See keine Schiffe mehr gefahren, das lässt uns ein bisschen nachdenklich werden, ob wir im Dezember überhaupt von der Insel runterkommen. Allzugroße Sorgen machen wir uns aber nicht, bis jetzt ist zumindest unser Flug noch nicht gestrichen, und sich die Szenarien auszumalen bringt uns auch nicht weiter. Wir werden auf alle Gegebenheiten reagieren und das beste draus machen.
Das Wetter hat jetzt zumindest ein novembriges Gefühl heraufbeschworen, auch wenn die Temperaturen immer noch angenehm mild sind. Die meiste Zeit sind wir zu Hause, bei Sonne findet man uns auch auf der Dachterrasse und Spaziergänge zum Meer finden täglich statt. Ansonsten orientiert sich unser Alltag an den Schläfchen von Baby-Stella, den Essenshäppchen von Luna und den ganz normalen kleinen Dramen einer Familie mit kleinen Kindern. Wenn dann abends beide Kinder irgendwann seelig schlummern, kommt es einem nicht in den Sinn, dass große Expeditionen oder sonstiges Programm gefehlt hätten.
Das wars heute wieder von mir, ich wünsche euch einen schönen Abend und hoffe es geht euch gut!
Alles Liebe,
Mirjam

