Fazit Teneriffa-Zuhause #3

Fazit Teneriffa-Zuhause #3

Unglaublicherweise ist unsere Zeit in der aktuellen Unterkunft fast zu Ende, nächstes Wochenende ziehen wir voraussichtlich das letzte Mal auf Teneriffa um. Dieser Ort hat uns von allen bisherigen am besten gefallen. In der Wohnung haben wir uns sehr schnell zu Hause gefühlt und über die Wochen ist das auch so geblieben.
Der Luxus eines Backofens hat uns des öfteren Pizza beschert, das essen alle gern. Die Straße in der wir wohnen ist nicht sehr stark befahren und der Weg hinunter zum Strand ist Autofrei. Somit stellt das einen starken Kontrast zu unserem früheren Stadtleben dar. Hier kann man dann auch wirklich von guter Luft sprechen, was natürlich sehr angenehm ist.
Durch Gespräche mit Ortsansässigen haben wir erfahren, dass der April für die normalen Umstände sehr mild und ruhig war. Da war auch das Meer eher ruhig und am Strand gab es wenige bzw. kleine Wellen. Jetzt im Mai hat sich ein dauerhafter starker Wind entwickelt, der auch hohe und starke Wellen mit sich bringt. Zu unserem Gebäude fliegen ständig kleine Tröpfchen der gegen die Felsen schlagende Brandung her. Alles ist mit einer feinen Salzschicht bedeckt. Das erklärt auch warum Metalle zum Beispiel an Straßenschildern stark verrostet sind.
Im Wind ist es dann auch trotz der ständig scheinenden Sonne kühl. Aber da ich weiß wie es im Moment in Deutschland aussieht werde ich mich lieber nicht beschweren! Fest steht, die Einheimischen gehen selbst im Mai gerne noch mit langen Ärmeln und Hosen oder gar Jacke raus. Unsere Kleine hatte in der ganzen Zeit vielleicht zweimal ein T-Shirt an, da es uns zu kühl erschien, den Rest der Zeit braucht sie nichts weiter als ihre Windel oder am Strand ganz ohne etwas.

Außer der einen Wanderung zum Leuchtturm vor einigen Wochen haben wir keine Ausflüge unternommen. Daher weiß ich auch nicht was die Umgebung alles zu bieten hat. Ich denke aber für einen Urlaub mit Auto ist es ein toller Standort, da man von hieraus die gesamte Insel gut erreichen kann. Die Autobahn ist direkt am Ort, aber da das Meer ständig rauscht, hört man es gar nicht. Auch fliegen keine Flugzeuge hinüber, das war in unserer ersten Unterkunft ganz anders, sie lag unter direkt in der Landeanflugbahn des Flughafens. Allerdings fliegen regelmäßig Helikopter die Küstenlinie ab, und das ist dann schon ziemlich laut. Im Extremfall fliegen sie sogar fast auf der gleichen Höhe wie unser Haus über dem Wasser.
Ich würde diesen „Poris de Abona“ auf jeden Fall zum Urlaub machen empfehlen, wenn soetwas irgendwann wieder gesellschaftsfähig werden sollte.
Immerhin sind die Kanaren mittlerweile kein Risikogebiet mehr, das freut uns sehr, würde das doch bedeuten, dass man bei der Rückreise nach Deutschland keinen Test oder Quarantäne mehr machen muss. Nachdem ich in meinem letzten Beitrag pessimistisch gestimmt war, haben wir nach vielen Gesprächen beschlossen im August Deutschland fest einzuplanen. Nur im äußersten Notfall würden wir spontan umdisponieren. Momentan sieht es ja eher danach aus, dass Besserung eintritt, daher sehe ich optimistisch nach vorne.

Letztes Wochenende haben wir den ersten Geburtstag von Stella gefeiert. Den Kuchen hatten wir zweimal (natürlich total uneigennützig) im Vorfeld geübt und waren somit in der Lage am Geburtstagsmorgen einen schönen Kuchen in Herzform mit Schokoglasur und bunten Smarties präsentieren zu können. Eine Kerze konnten wir im Sammelsurium der Wohnung auch auftreiben. Dazu haben wir eine Geburtstagskrone für Stella und Luna gebastelt. Geburtstagsstimmung hatten wir somit auf jeden Fall hergestellt! Ein besonders schöner Anblick waren am Nachmittag die beiden Kinder mit nichts als ihren Kronen bekleidet am Strand im Sand sitzend. Leider hatten wir kein Handy dabei um den Moment festzuhalten. Stella will nun auch, da sie kein Baby mehr ist, nicht mehr unbedingt immer im Tragetuch bleiben, sondern selbst laufen. Zu meiner großen Freude am liebsten auch auf der Mauer, so wie ihre große Schwester.

Alle Eltern unter euch werden sich daran erinnern, dass man mit so einem kleinen Weltendecker niemals einen Weg einfach geradeaus gehen kann. Überall gibt es etwas interessantes zu sehen und oft dreht man sich im Kreis ohne dem Ziel näherzukommen. Praktisch ist es dann, wenn man nicht zu einer bestimmten Uhrzeit irgendwo ankommen will.
Luna interessiert sich im Moment für Zahlen und Buchstaben, sodass wir an jeder Hausnummer oder jedem Schild anhalten und alles besprechen. Auch Stella will die Buchstaben anfassen und sagt überall „A“.

Unsere letzte Woche werden wir jetzt noch hier am Meer genießen, die nächste Unterkunft wird nicht ganz so günstig zum Strand gelegen sein. Aber wie immer wird die Zeit schnell vergehen und wir finden uns beim Kofferpacken wieder.

Viele Grüße und alles Liebe,
Eure Mirjam

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