Sonnenbrand

Sonnenbrand

Meine Großmutter war bis ins hohe Alter hinein jedes Jahr im Februar für zwei Wochen auf Teneriffa. Wenn sie wiederkam, brachte sie jedes Mal eine sehr gesunde Bräune mit. Obwohl ich von ihr abstamme, kann ich selbst nach sieben Wochen auf den Kanaren kaum mehr als meine übliche vornehme Blässe vorweisen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass ich nicht dazu komme mich groß der Sonne auszusetzen. Heute hatte ich die Gelegenheit auf der Dachterrasse in der Hängematte zu liegen und tatsächlich nicht nach 30 Sekunden wieder heraus zitiert zu werden mit einem „Mamaaaaa….!“. Bisher habe ich mich auf Grund dieser Tatsache eher selten überhaupt getraut dort hinein zu entspannen, da es ja doch nicht zu einer Entspannung führt, wenn man gleich wieder aufspringen muss.
Außerdem waren wir heute einen Teil des Tages am Meer, wo wir bei Ebbe einen kleinen See, von Felsen umschlossen entdeckt haben. Hier können beide Kinder bedenkenlos am Rand ins flache Wasser gesetzt werden, weil keine einzige Welle für Unruhe sorgt. Stella interessiert sich für jeden einzelnen Stein und Luna traut sich auch mal mit ihrem Schwimmring ins hüfthohe Wasser.
Jedenfalls habe ich heute meinen ersten Sonnenbrand davongetragen, und vielleicht schaffe ich es ja bis zum Sommer so auszusehen, als wäre ich im Urlaub gewesen…

Im Einkaufen an der Coronatheke sind wir mittlerweile Profis. Die freundliche Tante-Emma freut sich jedes Mal uns zu sehen und ist ganz entzückt von Stella im Tragetuch. Man sieht ihr an, dass sie am liebsten in die Baby-Bäckchen kneifen möchte (Vielleicht ist es der einzige positive Nebeneffekt von Corona, dass wildfremde Menschen kleine Kinder nicht mehr einfach ungefragt anfassen). Mein Spanisch ist wahrscheinlich nicht wirklich besser geworden, aber ich schaffe es jetzt immer mal wieder auch ein paar Sachen zu sagen, die nicht explizit auf dem Einkaufszettel stehen. Ein Gespräch entsteht zwar nicht, aber wir können uns gut miteinander verständigen. Gesprochenes ist für mich sehr schwer zu verstehen, ich habe auch den Eindruck, dass die Einheimischen die Hälfte der Buchstaben eines Wortes weglassen, auf jeden Fall zumindest stets das „s“. Also „adio“ statt „adios“, „epañol“ statt „español“, „do“ statt „dos“… Ich kann mir vorstellen, dass das jedem Spanischkenner klar ist, aber für mich doch immer wieder verwirrend. Am besten funktioniert es mit dem sprechen, wenn ich nicht darüber nachdenke. Dann kommt intuitiv das richtige Wort, vorausgesetzt ich kenne es natürlich.
Den Bananenbestand des Ladens kaufen wir regelmäßig leer und auch das Mehl. Bei uns gibt es hier jetzt jeden Morgen Pfannkuchen zum Frühstück. Das Backen ist eine schöne Tätigkeit zum Tagesbeginn und lecker sind sie sowieso.

Ein ordentlicher Schlusssatz fällt mir jetzt nicht ein, also

Alles Liebe und viele Grüße,
Eure Mirjam

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