Zusammenfassung Teneriffa Level 2

Zusammenfassung Teneriffa Level 2

Jetzt waren wir sechs Wochen in unserer aktuellen Unterkunft und in einer Woche geht es weiter zum nächsten Ort.
Ursprünglich hatten wir uns bei der Buchung diese Hauses überlegt, dass wir gerne mehr Platz hätten, eine Terrasse und gerne auch ausprobieren wollen, wie es außerhalb touristischer Gebiete ist. Unser Haus hier war gerade noch so in unserem Budget, ab ersten April steigen aber die Kosten um 400€ pro Monat, sodass wir uns automatisch dafür entschieden haben nach diesem Datum nicht mehr hier wohnen zu wollen. Obwohl der hohe Preis und auch die vielen guten Bewertungen auf Airbnb sehr für die Qualität des Hauses sprechen, sind wir trotzdem froh, dass unsere Zeit hier begrenzt ist und es nächste Woche wieder weiter geht. Die Wohnung ist zwar total hübsch eingerichtet und liebevoll dekoriert, was aber dazu führt, dass überall Dinge herumstehen, die die Aufmerksamkeit kleiner Kinderhände auf sich ziehen. Einen großen Teil habe ich gleich zu Anfang schon weggeräumt, aber es taucht doch immer wieder etwas neues auf. Das Wissen darüber, dass es nicht unsere Sachen sind lässt mich das Ganze nicht so entspannt sehen, als wenn es unsere eigenen Dinge wären. Ehrlich gesagt war es in unserer Wohnung in Wiesbaden so, dass mir zuerst sämtliche Gegenstände heilig waren und mir mit zunehmender Mobilität und Neugier von Luna alles eher egal wurde. Ich habe den Dingen aufgehört einen hohen Wert beizumessen, wenn das für mich vertretbar war. Das hat am Ende das radikale Ausmisten sehr erleichtert, weil ich sowieso schon in dem Modus war, mich nicht so sehr an den Dingen festzuklammern.
Erstaunlicherweise sind während unserem Aufenthalt hier nicht viele Sachen dem Mülleimer zum Opfer gefallen, ich denke dass mal ein Glas oder Teller kaputtgeht ist ja auch eher normal.
Von der anstrengenden Akkustik hatte ich zu Anfang schon berichtet. Ich habe mich tatsächlich mit der Zeit daran gewöhnt, was ich aber dennoch nicht unbedingt positiv werte, da ich weiß, dass mich die Geräusche jetzt auf der unbewussten Ebene belasten was mein Nervenkostüm dünner werden lässt. Es nervt aber auch einfach nur, wenn wir Erwachsenen uns ab und zu auch mal ein Wort zuwerfen wollen und man den anderen nicht versteht, weil er nicht direkt neben einem steht. Ich denke, für Urlauber die sowieso die meiste Zeit mit dem Auto die Insel erkunden und das Haus nur als Schlafplatz oder für einen Ruhetag nutzen ist das nicht so tragisch wie für uns, die doch die meiste Zeit im Haus sind.
Die Dachterrasse hat ihren Reiz, leider waren wir dort oben nicht so oft wie ich zu anfangs dachte, weil man dann doch immer die Treppe hoch muss und mit einem Krabbelkind natürlich nicht alle Türen einfach offen lassen kann um sich frei zu bewegen. Es braucht immer eine aktive Entscheidung, wir gehen jetzt aufs Dach oder wir sind jetzt fertig mit dem Dach. Für uns ist es also die Erkenntnis, dass wir mit kleinen Kindern eher etwas brauchen, wo die Terrasse ebenerdig aus der Küche geht z.B. Obwohl die Terasse oben auf dem Dach insofern ein Pluspunkt ist, dass sich jeweils einer von uns Eltern dort mal zurückziehen kann, wenn es mit den Kindern gerade harmonisch läuft oder eine Auszeit gebraucht wird. Ich habe sehr lange gebraucht seit Lunas Geburt, bis ich mir auch ein bisschen Zeit für mich nehmen konnte. Und es überrascht natürlich niemand, dass mir das gut tut.

Unser Schlafzimmer gefällt mir am besten, hier haben wir es schließlich geschafft mit allen verfügbaren Matratzen nebeneinander auf dem Boden ein drei Meter breites Familienbett zu schaffen. Es passt genau, Wand und Einbauschrank schließen passend ab, kein Kind kann hier herausfallen und jeder hat mehr als genug Platz. Stella braucht davon am meisten, nachts dreht sie sich viel hin und her und liegt oft quer.

Von der Familie des Vermieters haben wir eher wenig mitbekommen, die Kinder sind den ganzen Tag in Kindergarten und Schule, und danach bei ihrer Oma im Nachbarhaus. Wenn sie abends nach Hause kommen sind sie nicht zu überhören, wenn wir nicht gerade selbst im gleichen Moment akkustischen Terror aus den eigenen Reihen genießen dürfen.
Gestern war der erste Tag hier auf Teneriffa wo es so warm war, dass man sich vorstellen kann wie der Sommer wird. Bei Windstille, was eher selten ist, hat die Sonne mit voller Kraft geschienen und spürbar auf der Haut gebrannt. An Strand waren die Steine so heiß, dass es barfuß schnell ungemütlich wurde. In dem Zusammenhang kann man sich aber vorstellen, warum an April die Preise steigen und der Ort direkt am Meer seinen Reiz hat. In unserer Zeit hier war es oft kühl, was uns zwar nicht davon abgehalten hat den Strand aufzusuchen, aber man merkt sofort dass es mehr Leute dorthin zieht wenn das Wetter wärmer wird.
Insgesamt war es eine gute Erfahrung für uns. Wir wissen jetzt, dass uns ein Haus zu groß ist, zumindest wenn es nicht alles auf der gleichen Ebene stattfindet. Auf Treppen kann ich gerne verzichten, wir brauchen aber auch wirklich nicht so viel Platz. Ein kleiner Bungalow mit eigenem Außenbereich wäre wahrscheinlich ideal, findet man aber auf Teneriffa über Airbnb in unserer Preisklasse eher nicht. Vielleicht in den Bergen, aber da haben wir gar nicht erst geschaut, dazu bräuchte man ein Auto und das wollen wir nicht.
Naja, eigentlich bräuchte man auch hier in unserem Ort ein Auto, aber wir haben es tatsächlich komplett ohne geschafft. Klar, mehr als 1,5 km haben wir uns nicht von unserer Höhle wegbewegt, aber das Bedürfnis weiter zu kommen hatten wir auch nicht. Die beiden Supermärkte hatten alles, was wir brauchen. Als unser Windelvorrat zur Neige ging, konnten wir das nächste Paket in unserer Größe über den Supermarkt bestellen. 10,50€ für 44 Windeln finde ich zwar viel zu teuer, aber wir brauchen die Wegwerfwindeln nur für die Nacht, tagsüber haben wir Stoffwindeln, also kann ich das verschmerzen.

Was ich auf jeden Fall vermissen werde ist der wunderbare Blick aus dem Fenster über das Meer und in die Ferne. Ich glaube in unserer nächsten Unterkunft werden wir vorrangig auf andere Häuser in der Nachbarschaft schauen.
Auch den schönen Kinderpool am Strand werden wir vermissen, allein dafür hat es sich gelohnt hier herzukommen.

Irgendwie haben wir es geschafft, diese Woche keine Fotos zu machen. Zum Trost gibt es ein Bild von Luna.

Viele liebe Grüße,
Eure Mirjam

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